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Oesophagusatresie

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Oesophagus Stiftung

Oesophagus -
die Speiseröhre

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Wenn der Bissen im Halse stecken bleibt...

Haben Sie schon einmal ein Bonbon verschluckt und wären fast daran erstickt? Dann können Sie nachfühlen, wie es vielen Kindern mit Speiseröhrenmissbildung geht. Sie erleben täglich die Qual des Essens.

Jedes 4000. neugeborene Kind kommt mit einer Speiseröhrenmissbildung zur Welt. Entweder hat die Speiseröhre keine Verbindung zum Magen, mündet in die Luftröhre oder hat eine so starke Verengung, dass keine Nahrung durch kommt.

Auch Lisa ist eines dieser Kinder. Als sie im April 1996 geboren wurde, waren ihre Eltern überglücklich. Zwar wog sie nur 2410 Gramm, sah aber gesund aus. Doch erste Untersuchungen ergaben, dass Lisas Speiseröhre keine Verbindung zum Magen hatte. Es fehlten sieben Zentimeter!

Diagnose: Oesophagusatresie

Nach 3 Tagen wurde Lisa zum ersten Mal operiert. Um sie ernähren zu können, war es notwendig, eine Sonde durch die Bauchdecke in den Dünndarm zu legen.
Lisa nach Ihrer Geburt
Lisa kurz nach der Operation
Damit Lisa nicht an Ihrem Speichel erstickt, wurde am Hals ein künstlicher Ausgang, eine Speichelfistel, gelegt. Das Schlucken verlernte sie dennoch nicht. Lisa bekam Tee zu trinken, der in einem Beutel am Hals wieder aufgefangen wurde. In dieser Zeit war für die Eltern der Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Familien sehr wichtig.

Da bei Lisa die Lücke zwischen Speiseröhre und Magen sehr groß war, wurde ein Jahr später in einer Spezialklinik der Magen in den Brustkorb angehoben. Nach der Operation ging es dem Kind deutlich besser. Bis heute hat Lisa mit dem Essen wenig Probleme

Wir wollen helfen

Wie Lisa können die meisten Kinder mit Speiseröhrenmissbildung irgendwann ein ganz normales Leben führen. Auch Kinder, die zu Hause künstlich ernährt werden müssen, denen rund um die Uhr der Speichel abgesaugt werden muss und bei denen es Jahre dauert, bis sie zum ersten Mal richtig schlucken können, haben nicht zuletzt dank der medizinischen Fortschritte gute Chancen.

Für die Familien sind diese ersten Jahre eine harte Zeit. Aber die Hoffnung, dass den allermeisten Kindern tatsächlich geholfen werden kann, lässt sie diese Zeit durchstehen. Und die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die ihnen auf diesem schweren Weg beistehen.

Ein Bild von Lisa, vom Juli 2001, ist auf der Titelseite zu sehen.
Lisa nach der Operation
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