Speiseröhrenfehlbildung (Oesophagusatresie) – eine lebensbedrohliche Diagnose

Das bedeutet, die Speiseröhre hat eine Lücke. Kommt ein Baby mit einer Ösophagusatresie auf die Welt, kann nichts vom Mund in den Magen gelangen, weder Nahrung noch Speichel, der ständig unbewusst geschluckt wird.

 

Die Oesophagusatresie ist eine seltene Fehlbildung bei Neugeborenen, die in den ersten Lebenstagen chirurgisch versorgt werden muss. Nicht immer gelingt es sofort, eine funktionierende Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen zu schaffen. Manchmal ist die erste Operation nur der Auftakt für eine ganze Reihe von großen Eingriffen. Diese Eingriffe erfordern sehr erfahrene Kinderchirurgen, aber auch spezialisierte Kinderanästhesisten, Kinderradiologen und kompetente Pflegekräfte.

 

Viele Kinder haben zusätzlich eine Verbindung zwischen Speiseröhre und Luftröhre (Fistel), d.h. das Geschluckte gelangt in die Lunge.

 

Ein kleiner Teil der Kinder haben keine Fistel, dafür aber eine sehr lange Lücke zwischen den beiden Speiseröhrenenden. Die chirurgische Versorgung dieser Kinder ist eine noch größere Herausforderung und gehört unbedingt in sehr erfahrene Hände.

 

Die Ösophagusatresie ist auch eine Bgleitfehlbildung von weiteren angeborenen Fehlbildungen, wie z.B. der Analatresie (www.soma-ev.de) oder ganzen Syndromen (VACTERL).

 

Dank des medizinischen Fortschritts überleben heute auch Kinder, die vor Jahren noch keine Überlebenschance gehabt hätten. Allerdings ist für einige dieser kleinen Patienten der Weg zu einem weitestgehend normalen Leben weit. Die Operationsnarben führen zu Engstellen in der Speiseröhre (Stenosen) aber auch zu Skoliosen und anderen orthopädischen Diagnosen. Die Luftröhre ist häufig ebenfalls fehlgebildet (Tracheomalazie) und ein stark erhöhtes Risiko einer Reflux-Erkrankung schädigt Speiseröhren- und Lungengewebe zusätzlich.

 

Mehr medizinische Informationen finden Sie unter www.keks.org